Mittwoch, 19. Dezember 2012

Niemals geht man so ganz....

Liebe Freunde der Raabebühne,

zwei recht erfolgreiche Aufführungen des Schauspiels "Der Gott des Gemetzels" liegen seit gut einem Monat hinter uns - Zeit für mich, vorerst meinen Abschied anzukündigen. Für mich fiel am Abend des 11. November 2012 nach über 10 Jahren auf der Raabebühne Eschershausen der letzte Vorhang.

Veränderungen in meinem Lebensumfeld machen diesen Schritt notwendig. Kein leichter Abschied, aber wie Trude Herr so treffend sang, "niemals geht man so ganz". Sicherlich werde ich auch künftig bei Lesungen noch mitwirken - nur die zeitaufwändige Vorbereitung abendfüllender Inszenierungen wird mir in nächster Zeit kaum mehr möglich sein.

Ich möchte den heutigen Blogpost dazu nutzen, mich bei allen zu bedanken, die in den 10 Jahren, in denen ich gemeinsam mit dem Ensemble manch anspruchsvolles Projekt verwirklichen durfte, der Raabebühne die Treue gehalten und uns alle mit ihrem Zuspruch für unsere Mühen belohnt haben.

Es haben sich Freundschaften hinter und auf der Bühne ergeben, die mir sehr wichtig sind und die natürlich auch nach meiner "Bühnenkarriere" bestehen bleiben werden. Dafür bin ich sehr dankbar.

Meinen Mitakteurinnen und Mitakteuren wünsche ich für die Zukunft ein glückliches Händchen bei der Wahl der Stücke, die hoffentlich wie in der Vergangenheit den Geschmack der Besucherinnen und Besucher aus Eschershausen und dem Umland treffen werden.

Es war eine schöne Zeit, in der ich manche wertvolle Erfahrung sammeln durfte und die mich in meiner persönlichen Entwicklung vorangebracht hat. Meinen herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.

Damit verabschiede ich mich von Ihnen, wertes Publikum. Ich wünsche Ihnen allen ein frohes, aber auch ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesegnetes Jahr 2013, in dem wir uns gewiss bei verschiedenen Gelegenheiten wiedersehen werden - ich bin nicht "aus der Welt" und: "Niemals geht man so ganz".

Herzlichste Grüße,
Ihr
Markus Wendrich

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Weihnachtsvortrag und -lesung beendet Veranstaltungsjahr 2012

Der Heimat- und Kulturverein Eschershausen e.V. hatte am 07.12.2012 zu einem Vortrag von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel in das Eschershäuser Raabemuseum eingeladen.

Den kompletten Artikel lesen Sie in unserem "Schwesterblog" www.wilhelm-raabe.blogspot.de. Zum Artikel gelangen Sie, wenn Sie hier oder auf den Einleitungstext oben klicken.

Heimat- und Kulturverein ehrt Wolfgang Weidemann

Der 5. Dezember wurde auf Beschluss der UN im Jahr 1986 zum internationalen Tag des Ehrenamtes erhoben. Ein würdiger Anlass für den Heimat- und Kulturverein Eschershausen, sein langjähriges Mitglied Wolfgang Weidemann für seine stetigen und engagierten ehrenamtlichen Bemühungen zum Wohl seiner Heimatstadt zu ehren.

Das Bauernhaus-Café der Familie Wehrhahn in Eschershausen bot für einen solchen Anlass einen ebenso stilvollen wie gemütlichen Rahmen. Markus Wendrich, 2. Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, hob in seiner kurzen Laudatio für den Geehrten dessen herausragende Leistungen hervor: „Dein täglicher Einsatz für das Wohl unserer Stadt, dass du wirklich bei jedem Wetter, jeden Tag im Raabemuseum vorbeischaust, um deine Mithilfe bei Aufgaben jedweder Art anzubieten, zeugt von außerordentlichem Engagement für unsere Stadt und soll im Rahmen dieser Feierstunde gewürdigt werden.“.

Die an Herrn Weidemann überreichte Urkunde wird nach seiner Aussage „einen Ehrenplatz zu Hause bekommen und Ansporn sein, weiterzumachen“.

v.l.n.r.: Annegret Gömann, Herta Wolf, Wolfgang Weidemann, Ingrid Reuther, Markus Wendrich und Wolfgang Bauer.

Montag, 12. November 2012

Der Gott des Gemetzels

Dass der Mensch böse sei, ist vom Erkenntniswert her betrachtet, nichts fundamtental Neues. Nun ist es allerdings so, dass die Wohlerzogenheit, die Zivilisation, die ursprüngliche Wildheit des Menschen gleich einer dünnen Tünche bedeckt.

In welche Richtung sich Menschen entwickeln können, wenn dieser dünne Film Risse bekommt, das durften die Besucherinnen und Besucher der Raabebühne Eschershausen am 10. und 11. November 2012 jeweils um 20:00 Uhr in der Aula der Wilhelm-Raabe-Schule hautnah mitbekommen.

"Der Gott des Gemetzels" klingt zunächst nach dem Titel eines billigen Splattermovies, doch mitnichten: Den Zuschauer erwartete eine bitterböse Komödie der französischen Schauspielerin und Schriftstellerin Yasmina Reza, bei der einem so manches Mal das Lachen ob eines unerwarteten Wiedererkennungswertes im Halse stecken bleiben mochte.

Zur Handlung: Zwei Jungen haben sich draußen im Park geprügelt, unter Zuhilfenahme eines Stocks und zwar dermaßen heftig, dass zwei Schneidezähne eines Kontrahenten dabei auf der Strecke blieben.

Wie es sich für gebildete, kultivierte, wohlanständige Menschen geziemt, musste der Vorfall glaubhaft für die Versicherung dokumentiert werden. Eines Nachmittags besuchte demzufolge das Ehepaar Reille, Elternpaar des "Schlägers" die Familie Houillé, Eltern des "Opfers". Zunächst blieben die Elternpaare streng im Rahmen dessen, was gemeinhin von gebildeten, kultivierten Menschen verlangt wird - Zurückhaltung, sorgfältige Höflichkeitsfloskeln dominierten das Bild.

Nach und nach schlich sich bei Wirtschaftsanwalt Alain, Vater des "Täters" (zynischer Schwadroneur: Markus Wendrich), ein gewisser Unmut über die "überproblematisierende" Herangehensweise von Véronique, Mutter des "Opfers" (verkörpert durch Ingrid Reuther, die als überbesorgte Mutter zahlreiche Facetten ihres schauspielerischen Könnens präsentieren konnte), ein.

Dadurch bedingt dauerte es nicht lange, dass auch Michel (in komödiantisch bewährter Weise gespielt von Kurt Seitz), nach eigenem Bekunden "Choleriker reinstens Wassers", allmählich zu lautstarker, destruktiver Hochform auflief, was nun auch die zunächst sehr reservierte "Tätermutter" Annette (beeindruckend in der subtil ansteigenden Intensität gespielt von Andrea Ide) immer mehr in Rage brachte, was letztlich in ein "Finale Furioso" samt ersäuftem Handy und demolierten Tulpensträußen mündete.

Knapp zwei Stunden lang unterhielten die Schauspielerinnen und Schauspieler der Raabebühne das sichtlich amüsierte Eschershäuser Publikum, das nach den Vorstellungen auch voll des Lobes für die schauspielerischen Leistungen war.

Unterstützt wurden die Akteure durch Souffleuse und Conférencieuse Annegret Gömann, Souffleur Jakob Weibert, Techniker Ralf Witzorrek, der auch einen DVD-Mitschnitt des Stückes anfertigte sowie das bewährte Bar-Team, bestehend aus Herta Wolf, Margret Hartmann und Siegfried Leßmann. Besonderer Dank gebührt auch Monika Geweke vom Kosmetiksalon cosmedicalcare Heidi Sprafke, Lüerdissen, als Maskenbildnerin und Ingrid Edelmann, die als Kassiererin fungierte.

Für die Cineasten unter Ihnen: Das Theaterstück wurde bereits außerordentlich erfolgreich verfilmt, und zwar von Roman Polanski. Eine Filmkritik des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" finden Sie an dieser Stelle: Klick mich

In gewisser Weise passend dazu äußerte Wilhelm Raabe einst: "Wir tragen eben den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorn flicken, während es hinten reißt. Der Stoff hält sich eben nicht." Raabe dürfte es um eine globalere Sicht der Dinge gegangen sein, gleichwohl gilt: Wie im Großen, so auch im Kleinen.

Donnerstag, 30. August 2012

Krimiabend im Garten des Raabemuseums

Ein milder, sonniger Sommerabend, handverlesene zeitgenössische Kriminalliteratur und ein gut gelauntes, aufmerksames und aufgeschlossenes Publikum - das waren die Ingredienzen, aus denen Ingrid Reuther und ihre Raabebühne am 29.08.2012 eine gelungene Veranstaltung kreierten.

Zum Auftakt gab es ein - nicht ganz zur Jahreszeit passendes - schwarzhumoriges Adventsgedicht des im vergangenen Jahr leider verblichenen Altmeisters Loriot, das den erzählerischen Spannungsbogen vom Waldidyll zum Mord am Förster anlässlich des Nikolausabends knüpft.

Britta Uhde übernahm im Anschluss mit der Kurzgeschichte "Das Brotmesser" von Martina Eick den ersten Part der kriminalistischen Erzählungen - absolut glaubwürdig trug sie die aus der Perspektive einer Ich-Erzählerin geschilderten unerfreulichen Ereignisse, angefangen bei einer versuchten Vergewaltigung, einem daraus resultierenden Todesfall und endend mit einem gewissen "Befreiungsschlag" für die mehr oder minder trauernden Hinterbliebenen, vor.

Das folgende Foto zeigt, wie sich das Publikum sich durchaus bereitwillig in den Bann der Geschichte ziehen ließ.


Britta Uhde und Publikum, Kurzgeschichte "Das Brotmesser"
 Nach einer gelungenen musikalischen Einlage von Kurt Seitz wurde der Krimiabend mit der Kurzinterpretation des Einakters "Die Rache" von Curt Goetz fortgesetzt. Hier wussten die Ensemblemitglieder der Raabebühne ihre schauspielerischen Qualitäten auszuleben, wie das kommende Foto beweist.

Markus Wendrich und Kurt Seitz (v.l.) bei der szenischen Lesung der "Rache" von Curt Goetz
Abgeschlossen wurde der erzählerische Reigen mit der zeitgenössischen Kurzgeschichte "Der Tote am Tor" von Axel Baumgart, der seinen Kommissar Haberkorn im Frankfurter Bankenmilieu ermitteln ließ. Die dynamische Vortragsweise von Markus Wendrich ließ auch hier keine Langeweile aufkommen.

Weitere musikalische Einlagen sowie einige kulinarische Appetithäppchen samt der gereichten Getränke sorgten für eine entspannte Atmosphäre, die von allen Anwesenden als sehr angenehm aufgenommen und gewürdigt wurde.

Abschlussfoto mit "Leiche", v.l.n.r.: Britta Uhde, Ingrid Reuther, Markus Wendrich und Kurt Seitz
Das Ensemble der Raabebühne freute sich darüber, allen anwesenden Gästen einen schönen Abend bereitet zu haben. Nach diversen personellen Veränderungen hoffen die Darsteller, ihren Besuchern auch zukünftig zahlreiche gelungene Veranstaltungen bieten zu können.

Freitag, 20. Juli 2012

Tradition des Volkswandertages beendet

Kurz vor dem ursprünglich geplanten Termin für den Eschershäuser Volkswandertag hat der Vorstand des Heimat- und Kulturvereins beschlossen, die Veranstaltung ab sofort nicht mehr durchzuführen. Begründet wird dieser Schritt damit, dass zu wenig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Verfügung stehen. Der Nachwuchs fehlt, wie in vielen anderen Vereinen nimmt die Überalterung nun existenzielle Ausmaße an.

„Ein solcher Schritt ist schmerzhaft“, betont die Vorsitzende Ingrid Reuther, „besonders, wenn eine Veranstaltung mit 18jähriger Tradition aufgegeben werden muss, aber ohne eine ausreichende Anzahl freiwilliger Helfer lässt sich nur wenig tun.“ Der stellvertretende Vorsitzende Markus Wendrich ergänzt:  „Wanderungen werden auch künftig zum Angebot des Heimat- und Kulturvereins Eschershausen gehören, aber eben in einem Rahmen, in dem Aufwand und Nutzen noch verhältnismäßig sind“.

Eine Teilnahme des Heimat- und Kulturvereins an der Sternwanderung zum Ebersnackenturm am 26. August 2012 ist weiterhin vorgesehen und selbstverständlich sind alle Wanderfreundinnen und Wanderfreunde dabei gern gesehen, die am 4. August auf ihren gewohnten Volkswandertag verzichten müssen.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Kartoffelkönigin Elisabeth I.

Am 18. September 2011 übergab die bisherige Kartoffelkönigin Svenja I. ihr Zepter an ihre Nachfolgerin Elisabeth - eine Woche zuvor, am 10.09.2011 hatte zwar die offizielle Krönungs-/Enttrhonungszeremonie im Garten des Eschershäuser Raabemuseums stattgefunden, vor breiter Öffentlichkeit wurde der Amtsübergang aber wie üblich im Rahmen des traditionellen Kartoffelbratfestes der Eschershäuser Werbegemeinschaft (EWG) vollzogen.

Den ersten Auftritt hat Elisabeth bereits im Rahmen des Weltkindertages in Hannover gemeinsam mit Herrn Ministerpräsidenten McAllister erfolgreich hinter sich gebracht, im Jahr 2012 standen neben dem Besuch der "Grünen Woche" in Berlin schon die Teilnahme am Schützenfestumzug und noch einige andere Repräsentationstermine auf dem Programm.

Der Heimat- und Kulturverein wünscht Elisabeth für das restliche Jahr ihrer Regentschaft alles Gute.

Elisabeth I. beim Kartoffelbratfest 2011.

Willkommen!

Manchmal ist es besser, Dinge zu vereinfachen.
Das dachte sich auch der Vorstand des Eschershäuser Heimat- und Kulturvereins (HKV). Warum mit viel Aufwand verschiedene Internetpräsenzen vorhalten, die nur mit viel Zeit, Kosten und Mühen „am Laufen“ gehalten werden können?
Die Akteure sind sowohl im Bereich Heimat- und Kulturverein, als auch auf der Raabebühne ohnehin die selben, und wenn es "raabisch" wird, sind sie auch noch mit von der Partie, deshalb startet jetzt, im Sommer 2012, unser neues Blog "Kultur Eschershausen".
Wenn Sie Anregungen oder Fragen haben oder einfach nur weitere Informationen wünschen und uns kontaktieren möchten, nutzen Sie bitte den Link „Impressum“. Dort finden Sie unsere Kontaktdaten.
Schauen Sie doch einfach einmal wieder bei uns vorbei, wir freuen uns über Ihren Besuch!
Herzlichst, Ihr
Markus Wendrich
-Webmaster-